Wäschetrockner-Einkaufsberater 2016-11-08T09:43:22+00:00

Wäschetrockner-Einkaufsberater

Der Wäschetrockner – viel mehr als nur heiße Luft

Ebenso wie die Waschmaschine ist ein Wäschetrockner heute kaum aus einem modernen Haushalt wegzudenken. Die wenigsten haben die Möglichkeit, im Garten eine Wäschespinne aufzustellen und die Wäsche an der Luft trocknen zu lassen. Und um die Wäsche in der Wohnung auf dem Wäscheständer trocknen zu lassen, fehlen oft Zeit und Platz. Besonders in städtischen Gebieten ist ein Wäschetrockner daher ein wertvoller Helfer im Haushalt, der Zeit spart und für trockene, flauschig weiche Wäsche sorgt.
Früher waren Wäschetrockner wegen des hohen Stromverbrauchs nicht überall beliebt. Doch das hat sich geändert: Moderne Wäschetrockner arbeiten sehr viel energieeffizienter als ihre Vorgänger und belasten das Haushaltsbudget deshalb nur noch wenig.

In unserem Einkaufsberater stellen wir Ihnen die wichtigsten Kaufkriterien für einen Wäschetrockner vor, damit Sie beim Wäschetrockner-Kauf schnell und einfach das für Sie passende Modell finden können.

Informationen und Tipps rund um den Kauf Ihres Wäschetrockners

Die Technik – welches Modell ist das richtige?

Ablufttrockner, Kondenstrockner, Wärmepumpentrockner oder Waschtrockner?

 Ablufttrockner

Der Ablufttrockner ist im Verhältnis günstig in der Anschaffung und im Energieverbrauch, es müssen jedoch die räumlichen Voraussetzungen vorhanden sein, um diesen zu betreiben.
Der Ablufttrockner transportiert die feuchte Luft über einen Abluftschlauch nach außen. Es ist deshalb ein Durchlass in der Außenwand nötig, damit die feuchte Luft aus dem Trockner nach außen entweichen kann. Ablufttrockner nutzen außerdem im Betrieb die Raumluft. Es muss deshalb ausreichend trockene Luft (Raumgröße) vorhanden sein, damit der Trockner richtig arbeiten kann.

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Kondenstrockner

Ein Kondenstrockner nutzt eine andere Technik. Die feuchte Luft wird hier nicht nach außen abtransportiert, sondern innerhalb der Maschine kondensiert. Er kommt deshalb ohne Abluftschlauch und Außenzugang aus.

Beim Kondenstrockner wird die warme, feuchte Luft im Gerät selbst durch einen Kondensator geleitet, wo sie abgekühlt wird und sich das Wasser wieder verflüssigt. Das Trockenwasser sammelt sich in einem Auffangbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. Einige Hersteller bieten auch Kondenstrockner mit einem Schlauch an, über den das kondensierte Wasser direkt in das Abwassersystem abgeleitet werden kann.

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 Wärmepumpentrockner

Der Wärmepumpentrockner ist eine Weiterentwicklung des Kondenstrockners und sehr viel effizienter. Während beim Kondenstrockner das Abkühlen der Luft im Kondensator viel Energie verbraucht, wird dies beim Wärmepumpentrockner über einen Wärmetauscher geregelt. Dieser entzieht der warmen Abluft Energie, um damit die kühle Zuluft zu erwärmen.  Durch diese Technik sinkt der Energiebedarf im Vergleich zum Kondenstrockner um  bis zu 50 %. Das macht den Wärmepumpentauscher zu einem sehr beliebten Modell. Leider ist er in der Anschaffung nicht ganz günstig, was aber durch den niedrigen Energieverbrauch im Laufe der Zeit mehr als kompensiert werden kann.

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Waschtrockner

Der Waschtrockner ist eine Kombination aus Waschmaschine und Trockner. Es ist zum Waschen und Trocknen somit nur noch ein Gerät nötig. Das ist natürlich ein großer Vorteil, denn hier kann der Platz für ein zweites Gerät eingespart werden. Der Waschtrockner ist allerdings sehr energieintensiv und teuer in der Anschaffung. Außerdem sind die einzelnen Bedienungsschritte zwischen Waschen und Trocknen kompliziert und die Möglichkeit, zur selben Zeit zu Waschen und zu Trocknen entfällt ebenfalls.

Wer aus Platzproblemen zum Waschtrockner tendiert, für den ist vielleicht eine Wasch-/Trockensäule eine Option. Bei dieser wird ein freistehender Wäschetrockner (Frontloader) auf oder unter die Waschmaschine gestellt. Ein Verbindungsrahmen sorgt dafür, dass beide Geräte sicher stehen.

Toploader oder Frontloader?

Wichtig ist, sich Gedanken über die Bauform zu machen.

Auch bei den Wäschetrocknern unterscheidet man zwischen der Beladung durch eine frontseitige Tür (Frontloader) und der Beladung über eine oben angebrachte Luke (Toploader).

Der Frontloader ist beim Wäschetrockner in deutschen Haushalten die am meisten verbreitete Bauform.
Der Frontloader wird über eine Tür an der Vorderfront des Trockners befüllt, die Oberfläche bleibt frei und kann kann als Ablage genutzt werden.

Beim Toploader wird die Wäsche durch eine Öffnung auf der Oberseite des Trockners befüllt. Der Vorteil ist, dass hier vor dem Trockner kein Platz zum Öffnen einer Tür vorhanden sein muss. Außerdem ist der Toploader bequemer (im Stehen) zu befüllen.

Der Wäschetrockner-Bautyp – frei stehend oder eingebaut?

Frei stehende Wäschetrockner

Der frei stehende Wäschetrockner kann an einer beliebigen Stelle (bitte die räumlichen Voraussetzungen beim Ablufttrockner nicht vergesen) aufgestellt werden, es muss nur ausreichend Platz vorhanden sein. Die Maße eines frei stehenden Wäschetrockners (Frontloader) sind meist standardisiert: Die Trockner sind 85 cm hoch, 60 cm breit und zwischen 58 und 63 cm tief.
Denken Sie beim Ausmessen der Aufstellfläche auch an ausreichenden Platz, um die Trockner-Tür zu öffnen.

Der Einbautrockner

Ein Einbautrockner hat ebenfalls Standard-Maße und kann deshalb z.B. als Unterbaugerät (ohne Abdeckplatte) problemlos in eine Küchenzeile integriert werden. Weitere Möglichkeiten sind die Integration in ein Regalsystem oder in ein bereits vorhandenes Geräte-System.

Das Fassungsvermögen

Ihr neuer Wäschetrockner sollte Ihrer Haushaltsgröße angepasst sein. Je größer der Haushalt, desto mehr Fassungsvermögen benötigt Ihr Trockner. Um möglichst energieeffizient zu arbeiten, sollte der Trockner immer voll beladen sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Fassungsvermögen des für Sie passenden Trockners zu ermitteln. Zum einen können Sie das Fassungsvermögen des Trockners vom Fassungsvermögen Ihrer Waschmaschine ableiten. Der Trockner sollte immer 1-2 kg mehr Fassungsvermögen besitzen, als die Waschmaschine. Feuchte Wäsche aus der Waschmaschine wiegt immer mehr, als trockene, mit der die Waschmaschine befüllt wird.

Ansonsten können Sie die folgenden Werte als Richtwerte für die Trocknergröße nutzen:

  • 1 – 2 Personen-Haushalt: Trockner-Fassungsvermögen von bis zu 6 kg
  • 3 – 4 Personen-Haushalt: Trockner-Fassungsvermögen von 7 bis 8 kg
  • 5 und mehr Personen-Haushalt: Trockner-Fassungsvermögen von mindestens 9 kg

Der Energieverbrauch / das Energielabel

Waschmaschine-Energielabel

Energielabel einer Waschmaschine

Der tatsächliche Energieverbrauch Ihres Trockners hängt maßgeblich von der Schleuderleistung Ihrer Waschmaschine ab. Je trockener die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto weniger Energie benötigt der Wäschetrockner, um die Wäsche zu trocknen. Doch unabhängig davon, mit wie vielen Umdrehungen Ihre Waschmaschine schleudert, sollten Sie darauf achten, sich ein möglichst energieeffizientes Gerät anzuschaffen.

Die Hersteller entwickeln immer effizientere Geräte, die immer weniger Strom benötigen. Eine schnelle Vergleichsmöglichkeit bietet Ihnen hier das EU-Energielabel, welches an jedem Trockner zu finden ist. Hier steht die Einstufung A+++ für sehr energiesparend, wogegen Geräte der Effizienzklassen B und C deutlich mehr Strom benötigen. So verbraucht z.B. ein Wäschetrockner der Klasse B bis zu 70% mehr Energie, als ein Gerät der Klasse A+++. So können sich höhere Anschaffungskosten eines A+++-Gerätes im Vergleich zu einem Gerät der Effiziensklasse B innerhalb einiger Monate durch die eingesparten Stromkosten rechnen.

Nach einer Beispielrechnung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lassen sich in einem durchschnittlichen Haushalt mit einem Wäschetrockner der Klasse A+++ im Vergleich zu einem Gerät der Klasse B bis zu 80 EUR Stromkosten pro Jahr sparen. Im Vergleich zu einem Gerät der Klasse C waren es sogar mehr als 100 EUR pro Jahr.

Das Energielabel gibt Ihnen noch einige weitere Informationen:

Füllmenge

Wie bereits erklärt sollten Sie die Füllmenge des Trockners passend für Ihre Haushaltsgröße wählen.

Lautstärke

Wäschetrockner machen natürlich während des Betriebs auch Geräusche. Das ist nicht besonders wichtig, wenn der Trockner in einem separaten Raum im Keller steht. Steht er aber in der Wohnung, können zu laute Betriebsgeräusche störend sein.

Moderne Wäschetrockner kommen mit einer Lautstärke von 45 – 65 dB aus. Ist eine höhere Lautstärke angegeben sollten Sie wissen, dass das Gerät beim Betrieb in der Wohnung laut werden kann.

Wenn Ihr Trockner in der Wohnung betrieben wird, achten Sie auf ein möglichst niedriges Betriebsgeräusch achten.

Laufzeit

Die auf dem Label angegebene Laufzeit bezieht sich auf die Dauer eines Standard-Baumwollprogramms in Minuten.

Die Programme

Moderne Wäschetrockner verfügen über eine Reihe von Programmen. Standard-Programme sind z.B. „bügeltrocken“, „schranktrocken“ oder „extratrocken“. Die Steuerung der Programme kann auf 2 Arten erfolgen: Per Sensor oder per Zeitsteuerung.
Bei einem sensorgesteuerten Wäschetrockner wird während des Betriebs ständig der Feuchtegrad der Wäsche ermittelt. Ist die Wäsche entsprechend dem gewählten Programm getrocknet, schaltet der Trockner ab.
Bei der zeitgesteuerten Variante läuft das Programm unabhängig vom Feuchtegrad der Wäsche eine bestimmte Anzahl von Minuten. Ist die Zeit abgelaufen, wird das Programm beendet.

Die bessere, aber auch etwas teurere Variante ist der sensorgesteuerte Wäschetrockner. Da hier ständig die Restfeuchte der Wäsche ermittelt wird, ist eine Übertrocknung der Wäsche ausgeschlossen. Da das Programm beendet wird, sobald die Wäsche dem gewünschten Ergebnis entspricht, läuft der Trockner nur so lange wie nötig und spart dadurch Energie.

Außer diesen Standard-Programmen stehen bei verschiedenen Trocknertypen unterschiedliche Zusatzprogramme zur Verfügung. So gibt es z.B. Zusatzprogramme wie „Synthetik“, „Auffrischen“, „Daunen“ oder „Wolle und Seide“. Überlegen Sie vorab, welche Programme für Sie sinnvoll sind und welche Sie auch nutzen, denn zusätzliche Funktionalität kostet zusätzliches Geld.

Sicherheit und Qualität

Achten Sie beim Kauf Ihres Wäschetrockners auch auf die Sicherheit. Ihr neuer Wäschetrockner sollte über ein CE- oder GS und ein VDE-Sicherheitszeichen verfügen.

Welches Budget steht Ihnen zur Verfügung?

Wie Sie gelesen haben, verfügen moderne Wäschetrockner über eine Vielzahl von Funktionen, die für Sie sinnvoll sein können – oder auch nicht. Im Vergleich zu Ihrem alten Wäschetrockner sollte der neue unbedingt effizienter arbeiten und Strom und damit natürlich auch Geld sparen.
Die Entscheidung ob Toploader oder Frontlader dürfte schnell getroffen sein. Achten Sie auf das Fassungsvermögen, eine möglichst optimale Energieeffizienz und die für Sie wichtigen Programme.

Als Faustregel könnte man sagen, Sie sollten in den besten Wäschetrockner investieren, den Ihr Budget erlaubt. Bedenken Sie, dass aktuelle Trockner aufgrund der besseren Energieeffizienz die Mehrkosten oftmals nach einigen Monaten wieder wettgemacht haben.

Fazit: Wenn sie diese Punkte beachten und in Ihre Kaufentscheidung einfließen lassen, sollten Sie schnell Ihren passende Wäschetrockner finden können. Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Freude damit und lange Zeit flauschige, weiche Wäsche.

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