Welche Inhaltsstoffe enthalten Waschmittel? 2016-11-08T09:57:21+00:00

Woraus bestehen eigentlich Waschmittel?

Wissen Sie, welche Stoffe Ihre Waschmittel enthalten? Falls nicht, geht es Ihnen wie den meisten Menschen. Jeder hat Waschmittel im Haus, aber fast niemand schaut wirklich nach, welche Stoffe in einem handelsüblichen Vollwaschmittel tatsächlich enthalten sind.

Hier eine Übersicht der wichtigsten Inhaltsstoffe von Waschmitteln

 

Alkohole

Alkohole verstärken die Wirkung der im Waschmittel enthaltenen Substanzen und ermöglichen bei flüssigen Waschmitteln die Lösung der Tenside.  Sie wirken in kleinem Maß auch als Konservierungsmittel.

 

Aufheller

Optische Aufheller sind Stoffe, die Weißes durch ihre fluoreszierende Wirkung weißer erscheinen lassen.
Vorsicht: Farbige Textilien sollten ohne Aufheller gewaschen werden, da sich ansonsten der Farbeindruck ändern kann.

 

Bleichaktivatoren

Bleichaktivatoren verstärken die Wirkung von Bleichmitteln bei niedrigeren Temperaturen, da diese den besten Wirkungsgrad bei höheren Temperaturen erreichen.

 

Bleichmittel

Bleichmittel nutzt man, um unerwünschte Verfärbungen (z.B. Fruchtsaftflecke, Blut) oder Vergilbungen aus der Kleidung zu entfernen. Bleichmittel auf Wasserstoffperoxidbasis (z.B. Natriumpercarbonat oder Natriumperborat) wirken besser bei höheren Temperaturen. Bei Temperaturen unter 60°C werden den Waschmitteln zusätzlich Aktivatoren (Tetraacetylethylendiamin (TAED) oder Tetraacetylglykoluril (TAGU)) zugesetzt.
In Color- und in Feinwaschmitteln sind keine Bleichmittel enthalten, da diese auch auf Farben wirken und so die Farben der Textilien ausbleichen würden.

 

Bleichstabilisatoren

Bleichmittel sind sehr empfindlich und können z.B. nur in pulverförmigen Waschmitteln genutzt werden. Bleichstabilisatoren stabilisieren diese und verhindern den Zerfall der Bleichmittel im Waschmittel (während der Lagerung und beim Waschen).

 

Duftstoffe

Duftstoffe sollen den Geruch des Trägers in der Kleidung überdecken. Sie sorgen dafür, dass Wäsche nach dem Waschen frisch und angenehm riecht.

 

Enthärter

Wasserenthärter, dem Waschmittel zugesetzt sind, um das natürlich vorhandene, kalkhaltige Wasser „weich“ zu machen (und damit ein besseres Waschergebnis zu erreichen).
Ohne Wasserenthärter schädigen die beim Trocknen entstehenden Calcium- und Magnesiumsalze die Textilstrukturen.
Wasserenthärter verhindern zusätzlich die Verkalkung der Waschmaschine. In modernen Waschmitteln ist ausreichend viel Enthärter enthalten, so dass kein Wasserenthärter zusätzlich hinzugefügt werden muss.

 

Entschäumer / Schauminhibatoren

Entschäumer regulieren die Schaumentwicklung in der Waschmaschine und sorgen dafür, dass die Waschmaschine nicht überschäumt. Gängige Entschäumer sind z.B. Kernseifen oder Silikone.

 

Enzyme

Enzyme werden bei hohen Waschtemperaturen zerstört (sie denaturieren). Sie wirken am besten bei niedrigen oder maximal mittleren Waschtemperaturen und entfernen  Eiweiß, Stärke und Fett.

 

Farbübertragungsinhibitoren

Farbübertragungsinhibitoren werden zum Schutz der Farben in Textilien in Colorwaschmitteln eingesetzt. Sie binden die in der Waschlauge schwebenden Farbpartikel, damit sich diese nicht in den Textilien einlagern.

 

Konservierungsmittel

Konservierungsmitten schützen flüssige Waschmittel vor vor Mikro-Bakterien. In pulverförmigen Waschmitteln werden diese nicht benötigt.

 

Tenside

Tenside sind sogenannte „waschaktive Substanzen“ oder „Detergentien“ und der Hauptbestandteil von Waschmitteln (sie machen ca. 20 – 30% des Waschmittels aus). Tenside vermindern die Oberflächenspannung des Wassers und sorgen dafür, dass die Stoffe in der Waschmaschine gut mit Wasser benetzt werden. Tenside sorgen außerdem dafür, dass sich Fett und Wasser vermischen, denn Fett alleine würde sich nicht in Wasser lösen.
Tenside bestehen aus einem hydrophilen (wasserliebenden) und einem hydrophoben (wasserabweisenden) Teil. Die wasserabweisenden Enden lagern sich an den Fett und Schmutzpartikel an, sodass diese von einer Art „Tensidhülle” einghüllt werden. Die wasserliebenden Enden der Tenside hingegen ragen nach aussen ins Spülwasser. Dadurch werden Fett und Schmutz quasi wasserlöslich und lassen sich somit leicht abspülen.
Es gibt verschiedene Arten von Tensiden, die sich hauptsächlich durch die Art ihrer Herstellung unterscheiden. Petrochemische Tenside werden aus Erdöl gewonnen, Biotenside werden auf pflanzlicher Basis (z.B. aus Raps) hergestellt. Biotenside haben den Vorteil, dass sie biologisch leichter abbaubar und weniger giftig sind und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden.

 

Schmutzträger / Vergrauungsinhibitoren

Schmutzträger halten, wie der Name schon ausdrückt, den abgelösten Schmutz fest und lassen die Schmutzpartikel im Wasser schweben. Sie verhindern, dass sich dieser wieder auf der Wäsche absetzt.

 

Stellmittel

Bei pulverförmigen Waschmitteln werden Rieselsalze wie z.B. Natriumsulfat für den Erhalt der Rieselfähigkeit des pulverförmigen Waschmittels zugesetzt. Stellmittel gelten auch als kostengünstiges Streckmittel.

 

Waschalkalien

Waschalkalien sorgen durch eine Erhöhung des pH-Werts der Waschlauge ein Aufquellen der Fasern. Dadurch lässt sich der Schmutz besser von den Textilfasern ablösen.

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